
Unsere 7. und letzte Etappe von Hüttenheim nach Bad Windsheim – 31 km
Unsere letzte Etappe ist eigentlich 5 Kilometer kürzer als hier angegeben, aber dazu mehr Infos unten in unserem Gesamtfazit. Für Wanderer, die feste Unterkünfte bevorzugen ist die letzte Etappe mit über 30 Kilometer entweder sehr lange, oder aber man teilt diese in zwei Etappen auf. Zirka 19 Kilometer hinter Hüttenheim erreicht man eine weitere Ortschaft (Herbolzheim), die eine Übernachtungsmöglichkeit bietet.

Hinter Hüttenheim steigt der Steigerwald Panoramaweg kontinuierlich an. Zunächst gemächlich am Tannenberg entlang und später etwas steiler über den Kapellberg zum Bullenheimer Berg (456 m). Etwas abseits des Weges steht auf dem Bullenheimer Berg ein hölzerner Aussichtsturm, der einen schönen Rundumblick auf die Weinberge der Region und das Umland bietet. Der Steigerwald Panoramaweg steigt danach weiter kontinuierlich an, bis er am Hohen Landsberg – dort kann man die Reste eine alte Burganlage besichtigen – die höchste Höhe (498m) dieser Etappe erreicht. Danach geht es bis zur Ortschaft Herbolzheim nur noch bergab. Wie gesagt gibt es im Dorf eine Gaststätte, die auch Übernachtungsmöglichkeiten anbietet.
Die letzten 10 Kilometer des Steigerwald Panoramawegs bis Bad Windsheim führen recht unspektakulär über Feld und Flur mit einem letzten kleinen Hügel und der kleinen Gemeinde Oberntief (mit Gaststätte) nach Bad Windsheim.

Der Steigerwald Panoramaweg – unser Gesamtfazit
Der Steigerwald Panoramaweg hat es uns wahrlich nicht leicht gemacht, wofür der Wanderweg an sich gar nichts kann. Ich habe den Weg mit seinen Etappen von Bamberg nach Bad Windsheim durchgängig beschrieben, unsere Wanderung war dies jedoch nicht. Einmal mussten wir wegen einer Erkältung abbrechen und alle Etappen wanderten wir auf insgesamt drei Anläufen. Daher ergaben sich für uns enorme Schwierigkeiten bei der Anreise zu den jeweiligen Etappenpunkten und ich musste die Routen mehrmals in ihrer Länge anpassen und verändern. Auch die Logistik bezüglich der Übernachtungen gestaltete sich für uns schwierig. Wir sind gerne mit dem Zelt bzw. mit unserer Biwakausrüstung unterwegs. Der nördliche Teil des Steigerwald Panoramaweg bietet dafür mit seinen Trekkingplätzen optimale Bedingungen. So mussten wir bis Ebrach nur eine feste Unterkunft (in Eltmann) buchen. Danach übernachteten wir zwei Mal auf einem Trekkingplatz und einmal auf dem Campingplatz in Ebrach. Ab Ebrach gibt es bis Bad Windsheim leider nur noch die Möglichkeit wild zu biwakieren oder feste Unterkünfte zu nutzen. Wir haben uns fürs Biwakieren entschieden und immer in der Nähe der Ortschaften übernachtet, die ich hier als Etappenziele beschrieben habe. Auch die Lebensmittelbeschaffung bereitete uns auf dem Steigerwald Panoramaweg mehr als einmal Frust. Supermärkte gibt es nämlich auf der gesamten Strecke (Ausnahme Eltmann und Iphofen) überhaupt keine. Und für die Bäckereien, Gaststätten und Cafés, die auf dem Wanderweg ebenfalls rar gesät sind, waren wir im Tagesverlauf entweder zu früh oder zu spät dran. Oft hatten die Gaststätten auch Ruhetag oder gleich Urlaub. Irgendwie bekamen wir das Gefühl nicht los, dass es uns der Wanderweg nicht einfach machen möchte, was natürlich eine reine subjektive Einschätzung bzw. Empfindung ist.

Von unseren persönlichen Schwierigkeiten einmal abgesehen ist der Steigerwald Panoramaweg ein sehr schöner Wanderweg in meiner Heimat Franken. Man muss nur wenige steile Anstiege meistern und trotzdem bietet der Steigerwald Panoramaweg mit seinem welligen Wegeverlauf viele schöne Ausblicke in weite Wein- und Kulturlandschaften. Es wechseln sich immer wieder schöne und meist urwalddichte Waldwege mit eben diesen Panoramawegen ab. Der Name des Weges ist also Programm. Läuft man den Weg durchgängig (also nicht wie wir) ist auch die An- und Abreise vom Anfangs- bzw. Endpunkt kein Problem. Das Einzige was man beim Steigerwald Panoramaweg beachten sollte ist die Lebensmittelnachbeschaffung. Supermärkte gibt es – wie schon erwähnt – fast keine und man ist auf weite Strecken auf kleine Bäckereien und Gaststätten angewiesen. Daher sollte man immer Notproviant dabeihaben und die Öffnungszeiten der Gaststätten gut recherchieren. Ein Wasserproblem gibt es auf dem Steigerwald Panoramaweg – wie übrigens in ganz Deutschland – nicht, da jede noch so kleine Ortschaft einen Friedhof, und somit einen öffentlichen Wasseranschluss, besitzt.

Zu guter Letzt bietet der Steigerwald Panoramaweg neben seiner schönen Natur auch kulturelle Highlights. Zu erwähnen wäre da die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Bamberg, die schöne unterfränkische Stadt Iphofen und natürlich Bad Windsheim mit seiner beliebten Frankentherme und dem weithin bekannten Freilichtmuseum.
Der Steigerwald Panoramaweg ist somit eine klare Empfehlung für Natur- und Kulturliebhaber. Also, wir würden ihn wieder gehen.

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