Blogparade: Zurück zu meinen Anfängen von Outdoor und Abenteuer – „eine Zeitreise“

Griechenland
Luxuskreuzfahrten waren schon damals nicht meine Sache – (Inselhopping in Griechenland)

Wie kommst du eigentlich auf die Idee auf diese Weise unterwegs zu sein? Also, für mich wäre eine solche Reise nichts!

Diese, oder ähnlich lautende, Fragen und Aussagen höre ich ziemlich oft, wenn ich mich über unsere Art zu Reisen mit Menschen unterhalte. Enge Freunde, Familie und langjährige Weggefährten sagen schon gar nichts mehr dazu, sondern nicken unsere neuen Outdoorpläne einfach wortlos ab. Sie kennen uns, und finden die Art wie wir Reisen zwar für sich selbst nicht praktikabel, es ist für sie aber nichts worüber sie staunen, sich kritisch äußern oder ungläubig Kopfschütteln müssen. Sie wissen, dass wir uns nicht ändern werden und akzeptieren es mit einer amüsierten Gelassenheit. Tatsächlich kann man die Reaktionen von Menschen, die mich noch nicht gut kennen und mit denen ich mich über meine Liebe zu Outdoorreisen unterhalte, in drei Kategorien einteilen.

In der ersten Kategorie sind die Ungläubigen (frei nach dem Motto „Das liegt jenseits meiner Vorstellungskraft“) Diese können sich spontan keine Meinung dazu bilden.

Die zweite Kategorie sind die Ablehner, die Missbilligung oder gar Verachtung zeigen („Wie kann man nur so seinen kostbaren Urlaub verbringen? Das ist doch nicht schön, richtig, möglich, durchführbar, abstoßend, schauderhaft, scheußlich……)

Die letzte Kategorie zeigt trotz aller Ungläubigkeit einen Hauch von Anerkennung. („Wahnsinn, was ihr so macht. Ich könnte das nicht, aber bewundere es.“) Natürlich schmeichelt es, auf diese Weise versteckte Komplimente zu erhalten, aber ist es wirklich so etwas Besonderes oder Anderes?? –  Ich denke das eigentlich nicht. Aber woher kommt meine Liebe zu Outdoor-Abenteuern wie Wandern, Fernwandern, Fahrradreisen, Wildniszelten?

Klippen von Moher
Meine erste große Radtour außerhalb Deutschlands führt mich nach Irland

Wie fand ich eigentlich zu dieser Reiseform? Oder fand diese Reiseform mich?? – eine Zeitreise

Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Meine Kindheit war geprägt von Wald, Wiesen, Feldern, Bächen, Seen, von Sonne, Regen, Sommergewittern, Herbststürmen, Schnee, Eis, und Winterkälte. Die Natur war immer um mich herum, sie war stets präsent. Computerspiele und Handys gab es noch nicht. Ja, selbst das Fernsehen war eine Freizeitbeschäftigung, der wir Kinder nur bei sehr schlechten Wetterverhältnissen nachgingen, oder wenn wir durch Krankheit ans Haus gefesselt waren. Das Leben spielte sich draußen in der Natur ab. Zu jeder Tages- und Jahreszeit und bei jedem Wetter. Somit kannte ich schon als kleines Kind alle Wettererscheinungen, welche die Natur zu bieten hat. Wir Kinder lernten nicht aus Büchern, wie man sich vor den Gefahren der Natur schützt. Wir erlebten es am eigenen Leib und haben diese Erfahrungen sogar überlebt. Rückblickend war es eine Kindheit, wie sie aus den Erzählungen von Astrid Lindgren stammen könnte. So oder so ähnlich.

Und so ging es weiter. Schulklassenfahrten führten uns nicht etwa nach Berlin, Hamburg oder München. Nein, die bevorzugten Schullandheime unserer Schule waren allesamt in der Provinz zu finden. Tagsüber unternahmen wir lange Wanderungen, spielten Gemeinschaftsspiele auf dem Bolzplatz oder besuchten das nächstgelegene Schwimmbad. Die Abende verbrachten wir meist an Lagerfeuern oder mit aufregenden Nachtwanderungen.

Zelten in Irland
Erste Zelterfahrungen über mehrere Wochen sammelte ich ausgerechnet im regnerischen Irland

Auch zuhause wurde mein Outdoor-Radius größer. Die Dorfjugend versammelte sich zum Wochenende am Waldrand, wo wir am Lagerfeuer so manchen Blödsinn anstellten, der aber meist harmlos endete. Erste kurze Radtouren übers Wochenende folgten und das Zelten im eigenen Garten war meine erste Erfahrung mit dem Schlafen outdoor.

Urlaub mit der Familie kannte ich nicht – oder kaum. Die wenigen Reisen, an die ich mich aus meiner Kindheit und Jugend erinnere, kann ich an einer Hand abzählen: Je einmal Allgäu, Tirol und Nordsee; und nicht zu vergessen die alljährlichen Verwandtschaftsbesuche im „fernen“ Saarland. Das war´s.

Neuseeland Heaphy Track
Die Natur begeisterte mich schon immer – wie hier in Neuseeland

Ohne Outdoorerfahrung ins Abenteuer – die große Freiheit wartet auf mich

Reisen war lange Zeit kein ein Thema für mich. Das änderte sich mit der ersten Radtour mit Freunden. Ich glaube, ich war damals 16. Es war eine Art Initialzündung für meine, bis heute andauernden, Liebe zu Outdoorreisen. Wir hatten so unglaublich viel Spaß und genossen unsere „große“ Freiheit unweit der Heimat, aber immerhin ohne Erwachsene und somit ganz auf uns gestellt (dies war damals auch als Minderjährige tatsächlich noch möglich).

Island
Auf einer Radtour durch Island – mit der richtigen Ausrüstung macht es sichtlich Spaß

Weitere Radtouren folgten, zunächst durch Deutschland, später im europäischen Ausland und schließlich bis ans andere Ende der Welt. Dabei waren meine ersten Outdoorabenteuer noch von vielen unangenehmen Erfahrungen geprägt, über die man Nachhinein nur schmunzeln kann. „Aller Anfang ist schwer“ bewahrheitete sich mit jeder weiteren Reise. Besonders mit schlechter oder unpassender Outdoor-Ausrüstung kämpfte ich in den ersten Jahren. Die Erfahrung daraus zeigte mir, dass eine zuverlässige und hochwertige (nicht unbedingt teure!) Ausrüstung der Schlüssel zu einer erfolgreichen Outdoortour ist.

Als Greenhorn entwickelte ich mich mit jeder weiteren Reise weiter. Meine Kindheitserfahrungen in der Natur halfen mir auch bei meinen Outdoor-Abenteuern weiter. Wie beurteile ich die Wettersituation? Wie schütze ich mich bei schlechtem Wetter? Wie verhalte ich mich beim Wildzelten in der Natur? Doch es gab auch vieles, was neu für mich war: Orientierung ohne technische Navigation, Radtechnik, Alltagsroutinen wie Verpflegung und Körperpflege unterwegs und vor allem das Erkennen der eigenen physischen und physischen Grenzen.

Neuseeland
The world is not enough – unsere Langzeitreise durch Neuseeland

Trotz der wachsenden Erfahrung blieb jede einzelne Reise ein großes Abenteuer, die immer wieder von Grenzgängen geprägt war. Ich lerne bis heute mit jeder Reise dazu. Neue Hindernisse werden zu Herausforderungen, denen ich mich gerne stelle – meistens jedenfalls.  So habe ich meine Liebe zu Outdoorreisen bis heute nicht verloren. Im Gegenteil – sie hat sich gefestigt. Eigentlich kann ich gar nicht mehr davon lassen, auch wenn ich weiß, dass dies mit Sicherheit die puristischste und unbequemste Art zu Reisen ist. Doch irgendwie kann ich nicht anders. Die Liebe zur Natur liegt mir wohl in den Genen, oder resultiert sie aus meiner Kindheit auf dem Land? Wer weiß das schon…….!

Jetzt bist du an der Reihe!

Wie entstand deine Liebe zu Outdoorreisen und Abenteuern in der Natur?

Du liebst das individuelle Reisen und Outdoorerlebnisse in der Natur ebenso? Dann teile deine ganz persönliche Geschichte mit uns, wie alles begonnen hat und warum ausgerechnet Outdoorreisen deine Leidenschaft wurden!  Vielleicht fällt dir eine lustige Anekdote oder spannende Geschichte aus deiner Kindheit oder Jugend ein, die als Schlüsselerlebnis für deine heutige Art zu Reisen gilt. Oder möchtest von einem ersten, kleinen Outdoorabenteuer berichten, das dich nachhaltig geprägt hat.

Schottland
Wandern wurde meine zweite Liebe – hier auf einer Fernwanderung in Schottland

So kannst du an der Blogparade teilnehmen

Veröffentliche auf deinem Blog einen Beitrag zum Thema „Zurück zu meinen Anfängen von Outdoor und Abenteuer – eine Zeitreise“. Deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, so dein Beitrag einen Bezug zum Thema der Blogparade hat. Deinen  Beitrag verlinkst du dann hier auf dieser Seite im Kommentarbereich.

Ganz wichtig! Es werden auch schon bestehende Beiträge angenommen !!

Falls du schon einen Beitrag geschrieben hast, der zu diesem Thema passt, kannst du diesen natürlich auch gerne per Kommentar verlinken.

Noch etwas: Du musst keinen Blog oder eine Website betreiben !!

Solltest du selbst keinen Blog oder Website haben, aber dennoch an der Blogparade teilnehmen wollen, kannst du mir gerne deine Geschichte per Mail zusenden.

Die Blogparade „Zurück zu meinen Anfängen von Outdoor und Abenteuer – eine Zeitreise“ startet heute, am 13.02. 2021.

Ende der Blogparade ist am 13. Juni 2021 – du hast also jede Menge Zeit dabei zu sein.

Wie profitierst du von der Blogparade?

Hast einen einen weiteren schönen Beitrag auf deinem Blog, der von uns kommentiert und geteilt wird, womit er einem größeren Leserkreis zugänglich gemacht wird. Am Ende der Blogparade werden alle erhaltenen Links noch einmal zusammengefasst, und diese Zusammenfassung  selbstverständlich  in unseren sozialen Medien verbreitet. Du kannst aber auch in deinen eigenen Beiträgen andere Blogparade-Beiträge verlinken, und erhälst dadurch vielleicht weitere Links von anderen Teilnehmern, was ebenfalls mehr Leser auf deinen Blog aufmerksam macht.

Ich bin sehr gespannt auf deinen Beitrag zu unserer Blogparade – „Zurück zu meinen Anfängen von Outdoor und Abenteuer – eine Zeitreise“.

Neuseeland Lake Wanaka
Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen – gilt für mich auch für Radreisen (Radtour durch Neuseeland)

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